Geschrieben von Susi Weber 

32 Zünfte und Gruppen sowie 1200 Besucher kommen zum Sprung anlässlich des 22-jährigen Bestehens

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Haslach sz Mit ihrer Dorffasnet am Sonntag feierte die Narrenzunft Hatternweible Haslach ihren närrischen Geburtstag und das 22-jährige Bestehen. Mit dabei: Narren aus Nah und Fern – und mit rund 1200 Kindern,  Frauen und Männ ern am Straßenrand noch ein paar Besucher mehr als sonst. Sie sahen einen bunten und wie immer charmant-schnuckeligen Sprung, der noch genügend Raum ließ, um anschließend in der und um die Halle oder inmitten des Dorfes weiter zu feiern.

 

Kindergarten, das Heim St. Konrad, Grundschule – in Haslach ist einfach immer alles mit „an Bord“, wenn sich das Narrenschiff am Fasnetssonntag auf seine Reise begibt. Nicht die Vielzahl an Narrenvereinen, sondern eine Dorffasnet im besten Sinne des Wortes und mit möglichst vielen Beteiligten aus dem Ort und drum herum ist Jahr für Jahr Ziel der Haslacher Zunft. „Klein, aber fein“, sagt Zunftmeister Klemens Sinz soll der Umzug möglichst sein. Und: „Haslach ist viel zu klein für tausende Narren und Gäste.“ Genau aus diesem Grund lud man sich auch 2015 wieder „nur“ 32 Gruppierungen ein, hauptsächlich aus allernächster Umgebung. Dies wiederum verleiht Haslach aber Jahr für Jahr seinen besonderen Charme – und beschert den Besuchern einen meist gut halbstündigen, knackig komprimierten, aber deshalb nicht weniger schönen Sprung.

 

Zum Zunftmeisterempfang am Vormittag hatte Sylvia Uber, stellvertretende Oberzunftmeisterin der Region Allgäu des Alemannischen Narrenringes, gleich drei Hästrägerorden mitgebracht. Mit Gitti Steidle, Jochen Hagg und Alfred Voltenauer wurden verdiente Mitglieder geehrt, die allesamt seit mindestens acht Jahren dem Vorstand oder Beirat angehören. Von Ortsvorsteher Roland Gaus gab es für die Zunft launige Worte, von den Kindergärten einen „Geburtstagskuchen aus Klopapier“, von der Neuravensburger Zunft eine Holztorte. „Wir haben euch Arbeit mitgebracht“, erklärte Helmut Brauchle, Zunftmeister der Leupolzer. Aufgrund nicht ganz gleicher Bedingungen beim Sägewettbewerb beim Regionenball im Januar, mussten Klemens Sinz und sein Stellvertreter Simon Schweighart nun mit zwei kleinen Laubsägen ran, um sich das Geburtstagsgeschenk zu verdienen. Und schließlich spielte die Allgaier Ur-Band noch ein Überraschungsständle auf der Terrasse des Vereinsheimes.

 

Viel Arbeit hatten die Hatternweible im Übrigen laut Sinz schon am Vortag des Umzuges – und dies nicht „nur“ wegen des Narrenbaumstellens und des Vorfestes: „Wir mussten einiges an Schnee wegfräsen und sind den Landwirten dankbar, dass sie uns ihre Wiesen zur Verfügung gestellt haben.“ Am Sonntagabend wurde dann nochmals gefeiert: beim Jubiläumszunftball mit „Herz Ass“. (Quelle SZON: 15.02.2015)

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