Geschrieben von Susi Weber

Ortsvorsteher Roland Gaus wird Narrenbüttel 2018 - ANR-Orden für Claudia Sinz und Ferdl Ihler

Die Devise „klein, aber fein“ fand in Haslach ihre Fortsetzung: Knapp 30 Gruppierungen mit rund 1000 Hästrägern sprangen bei bestem Fasnetswetter am Fasnetssonntag durchs Dorf – und unterhielten die rund 1200 Zuschauer eine Dreiviertelstunde lang. Danach ließ es sich in der Halle weiterfeiern. Am Abend lud die Narrenzunft Haslacher Hatternweible dann zum Zunftball.

Von den beiden Kindergärten über die Schule und die Bewohner von St. Konrad bis hin zu den Steiger Hexen (von der Sattlersteige) oder der Musik – beim Haslacher Sprung der Narrenzunft Hatternweible sind immer viele örtliche Gruppierungen dabei. Und jene, die sich nicht aktiv am Sprung beteiligten, freuten sich zumindest als Besucher am Straßenrand. Das „Kunterbunt-Motto“ des Kindergartens ließ sich auch auf den Umzug übertragen: farbenfroh, fröhlich, ein guter Mix aus „Profi-Narren“, jenen, die nur gelegentlich in die närrische Rolle schlüpfen und Musikanten. Diese Umzugsgesellschaft führte ihre „Fasnets-Zutaten“ aus Konfetti, Gutsle, Narrenrufen und guter Laune selbstverständlich wieder mit.

Thommy Keller als Narrenbüttel

Eröffnet wurde der Umzug von der Narrenzunft Schwaaze Deifel Haslach bei Rot an der Rot, mit der die Haslacher aus dem Allgäu eine lange Freundschaft verbindet. „Oberdeifel“ Thommy Keller erklärte sich während des Empfangs spontan bereit, die vakante Narrenbüttelrolle zu übernehmen – als Dank fürs Vorauslaufen dürfen. Für 2018 wurde bereits Ortsvorsteher Roland Gaus beim Narrenbaumsetzen vom neuen Zunftmeister Ralf Angele als Büttel „verdonnert“. Immerhin hat sich, so war es am Samstagabend auf dem Dorfplatz zu erfahren, die Ortschaft auch einiges „zu Schulden“ kommen lassen – und das Narrenbaumloch ungefragt für den Maibaum vergrößert. Durch eine neue Bodenfassung finden nun aber wieder beide Bäume ihren Platz.

Bei „Bohrungen“ Geld gefunden

Gaus tat am Sonntag weiter Buße, kam im Scheich-Gewand und verriet, dass er bei seinen „Bohrungen“ auf eine (Geld-)Quelle gestoßen sei, von der er einen kleinen Anteil an die Narrenzunft abgeben möchte. Die wiederum tritt ihre Zunftmeisterempfang-Spenden in diesem Jahr an den Tafelladen Wangen ab. Beim Zunftmeisterempfang gab es allerdings auch noch andere Ehren. Von Jürgen Hauser und Alexander Schönwald-Mertel vom Präsidium des Alemannischen Narrenrings (ANR) erhielten Ferdl Ihler und Claudia Sinz den ANR-Hästrägerorden. Ralf Angele meisterte seine „Zunftmeister-Premiere“ zu Hause mit Bravour, auch wenn er kleinere Fehler wie die eine oder andere vergessene Einladung oder ähnliches eingestand: „Am Anfang ist nicht alles so einfach, wie man sich das denkt.“  (Quelle SZON 26.02.2017)

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